Veranstaltungen in der Lyrikhandlung

Vom Lauschen Zuhören und Genießen – Jeweils am 1. Sonntag des Monats um 11.00 Uhr

Begleitet von einem köstlichen Brunch hören wir Gedichte zum Thema „Liebesfreud und Liebesleid“, zu Christine Lavant, Rose Ausländer, Christine Busta oder Ingeborg Bachmann im Originalton. Es wird ein poetischer und köstlicher Sonntagvormittag werden. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Ausführliche Infos gibt es hier.

Die nächsten Termine:
06. September 2026: Rose Ausländer: Gedichte 
04. Oktober 2026: Rose Ausländer: Gedichte (Wiederholung aufgrund hoher Nachfrage)

Weitere Termine folgen.       

Zudem ist in Vorbereitung:

Gottfried Benn 

Eine Anmeldung ist erforderlich, telefonisch unter 07071-566 7171, per Email an Info@lyrikhandlung.de oder am einfachsten per Anmeldeformular.

Veranstaltungen in 2026

Samstag, den 17. Oktober 2026 um 17.00 Uhr

Ich lade Sie sehr herzlich zur Lesung mit Dorothea Grünzweig in die Lyrikhandlung am Hölderlinturm, Bursagasse 15, 72070 Tübingen, ein:


Lesung mit Musik:
Dorothea Grünzweig, Laura Koko

„Erfasst von dieser Nachtverwandlung “

Gedichte

Laura Koko: Geige mit Looptechnik

Dies ist eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Studio Literatur und Theater, gefördert durch den Unibund, die Aue-Stiftung Helsinki und die Deutsch-Finnische Gesellschaft. 

Dorothea Grünzweig wird am Ende der Veranstaltung gerne signieren 

Termin: Samstag, den 17. Oktober 2026 um 17:00 Uhr, Bursagasse 15, 72070 Tübingen 

Eintritt: 20 Euro (für Lesung, Brot und Wein) Ermäßigung: 15 Euro

Um Anmeldung wird gebeten: telefonisch unter 07071 566 71 71, per Email an Info@lyrikhandlung.de oder am einfachsten per Anmeldeformular

Zur Dichtung:

Ein großer Gesang über die Natur, ihre Schönheit und ihre Gefährdung, den Empfindungskosmos von Tier und Mensch– oszillierend zwischen den Sprachen, schwebend zwischen Tag und Nacht.
Den aus der Fülle des Lebens in Finnland schöpfenden Gedichten – seiner reichen, immer gefährdeteren, bewahrungswürdigen Natur, ihrer Licht- und Dunkelheitsdramatik und ihrer Mythenwelt – wohnt eine imaginäre, bisweilen utopisch-visionäre Leuchtkraft inne.

Bilderreiche Poesie geht über in die suggestiven Improvisationen und Kompositionen der professionelle Geigerin Laura Kokko, die durch elektronische Looptechnik Stimmen übereinanderlegt und z.B. Laute der Vogelwelt zum Tönen bringt, eine Bach-Arie oder die Kalevala-Melodie aufruft.

Kokkos und Grünzweigs Zusammenarbeit geht auf das Jahr 2014 zurück. Sie trafen bei der Frankfurter Buchmesse, innerhalb des Gastprogramms von ,,Finnland Cool“, erstmalig aufeinander. Daraus ist eine langjährige, fruchtbare Zusammenarbeit entstanden.

Zur Dichterin:

Dorothea Grünzweig, geb. 1952, ­studierte Germanistik und Anglistik in Tübingen. Nach einer Tätigkeit an der schottischen Universität Dundee arbeitete sie als Lehrerin in Deutschland und Helsinki, wohin sie 1989 zog. Seit 1998 lebt sie als freie Schriftstellerin und ­Lyrik-Übersetzerin in einem Dorf in Südfinnland. Es finden zahlreiche Lesungen im deutschsprachigen Raum statt, aber auch in Finnland, Irland und Großbritannien, oft in Zusammenarbeit mit Musikern.

Folgende Gedichtbände erschienen im Wallstein Verlag:
Mittsommerschnitt (1997); Vom Eisgebreit (2000); Glasstimmen lasinäänet (2004); Die Auflösung (2008); Sonnenorgeln. Eine Auswahl und ein Werkstatt-Essay (2011); Kaamos Kosmos (2014); Plötzlich alles da (2020)

Preise und Auszeichnungen: Lyrikpreis der Stiftung ­Niedersachsen (1997); Heinrich-Heine-Stipendium in Lüneburg (2000); Christian-Wagner-Preis (2004); Edenkoben-Stipendium (2006); Jahresstipendium des Landes Baden-Württemberg (2008); Anke-Bennholdt-Thomsen-Lyrikpreis (2010); Kurt Sigel Lyrikpreis des deutschen PEN (2018).

Zur Musikerin:

Die Geigerin Laura Kokko gehört seit 2005 dem Orchester Sinfonia Lahti an. Sie konzertiert als Kammermusikerin (z.B. Musikfestival Turkku, Kammermusik Katrina, Tage Neuer Musik in Kallio, Klangkonzerte Helsinki. Kammerensemble der Lahti-Symphoniker) und als Barockmusikerin im Helsinkier Barockorchester. Zwischen 2010 und 2013 war sie künstlerische Leiterin des Literaturfestivals ‚Volter Kilpi‘, ein finnischer Schriftsteller, von dem sie 2013 bei Kirjapaja den Briefwechsel mit Hilja Vanhakartanon (1905 und 1907) herausgegeben hat. Elektronische Looptechnik entwickelte Kokko in Kooperation mit Bühnentänzern und durch die Zusammenarbeit mit Dorothea Grünzweig. Mit ihr trat sie in Helsinki, Kauniainen, Tampere, Turku, Leipzig, Weimar, Weinsberg, Lüneburg und Berlin auf/in zahlreichen Städten Finnlands und Deutschlands auf, zuletzt im Haus für Poesie, Berlin und in einem Marburger Theater.

Samstag, den 7. November 2026 um 17.00 Uhr

Ich lade Sie sehr herzlich zur Lesung mit Blanche Kommerell zu den Lyrikerinnen Anna Achmatowa und Marina Zwetajewa in die Lyrikhandlung am Hölderlinturm, Bursagasse 15, 72070 Tübingen, ein:


UND DIE MONDE WERDEN ÜBER UNS FLIEGEN

Anna Achmatowa und Marina Zwetajewa


Es liest die Schauspielerin

 

Blanche Kommerell

Termin: Samstag, den 7. November 2026 um 17:00 Uhr, Bursagasse 15, 72070 Tübingen 
Eintritt: 20 Euro (für Lesung, Brot und Wein) Ermäßigung
: 15 Euro

Um Anmeldung wird gebeten: telefonisch unter 07071 566 71 71, per Email an Info@lyrikhandlung.de oder am einfachsten per Anmeldeformular

UND DIE MONDE WERDEN ÜBER UNS FLIEGEN

Anna Achmatowa und Marina Zwetajewa

Zwei der bedeutendsten Dichterinnen vor und nach dem zweiten Weltkrieg:
Die eine, die MASSVOLLE, die andere die MASSLOSE, so wurden sie schon zu ihrer Zeit unterschieden und das gilt wohl bis heute. Anna Achmatowas Gedichte wurden übersetzt von vielen Dichtern, Marinas Zwetajewas Gedichte sind nach Paul Celan unübersetzbar in ihrer störrischen Schreibweise. Große Liebende waren beide Dichterinnen.

Das Leben beider war in den frühen zwanziger Jahren von Erfolg gekrönt, die eine lebte in Petersburg, die andere in Moskau. Mit dem Ausbruch des Krieges fingen bei beiden die Schicksalsschläge an. Anna Achmatowas Sohn kam in Haft und so verließ sie nicht das Land, um dem Sohn nahe zu sein. Zwetajewas Mann floh schon früher und so folge sie ihm in die Emigration. Beide Dichterinnen schrieben um ihr Leben.

Leider kam es nie zu einer wirklichen Begegnung der beiden Dichterinnen.
Anna Achmatowa verbreitete eine Aura majestätischer Würde um sich. Marina Zwetajewa hatte mit allem Alltag und Kindern zu leben und sah eher einer Bauersfrau auf dem Markt ähnlich, wenn sie die Reste des Marktes in Paris auflas.  Aber die Gedichte beider Frauen haben Bestand und so freue ich mich, diese beiden Dichterinnen Ihnen nahe zu bringen.

Zur Schauspielerin:
Blanche Kommerell, geboren 1950 in Halle, ist Schauspielerin, Regisseurin und Autorin.

Bekannt wurde sie durch ihre Filmrollen und ihre Engagements an deutschen Bühnen.

Ende der 80er Jahre orientierte sie sich mehr und mehr auf literarische Programme und gab Gastspiele in ganz Deutschland mit Lesungen und literarischen Porträts zu Anna Achmatowa, Annette von Droste-Hülshoff, Marina Zwetajewa, Christa Wolf u.a.
Sie unterrichtet/e Schauspiel und Sprache an der Universität der Künste Berlin, der Humboldt-Universität Berlin, der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane und der Privaten Universität Witten/Herdecke, wo sie seit 1990 das Studenten-Theater leitet.
Seit 2000 sind mehrere Gedichtbücher in verschiedenen Verlagen erschienen.
2008 wurde ihr der Deutsche Sprachpreis der Henning-Kaufmann-Stiftung verliehen.

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